Stiftung des Monats

Stiftung des Monats Mai 2013 - Stiftung „Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Fulda“

Die „Stiftung Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Fulda“ wurde von der Hessischen Landesregierung im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam Aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ aufgrund ihres gesellschaftlichen Engagements als Stiftung des Monats Mai ausgezeichnet.

 

Die von Bischof Heinz Josef Algermissen gegründete Stiftung engagiert sich in der Unterstützung und Hilfestellung von Not leidenden Menschen in der Region des Bistums Fulda. Sie leistet Hilfe unabhängig von Nationalität und Konfession. Die Hilfeleistungen erstrecken sich über Beratung sowie tatkräftiger als auch finanzieller Unterstützung für Schwangere, junge Familien, allein Erziehende, Kinder und Jugendliche sowie ältere oder kranke Menschen.
Die Stiftung „Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Fulda“ wurde im November 2007 durch den Bischof von Fulda gegründet. Die Organisationsform der Stiftung wurde gewählt, da sie sicherstellt, dass Hilfe dauerhaft zur Verfügung steht und sich kontinuierlich kraftvoller entwickeln kann. Um nah bei den Menschen zu sein, verfügt die Stiftung inzwischen über fünf Unterstiftungen für die verschiedenen Regionen der Diözese und zwar in Bad Soden-Salmünster Fulda, Kassel, Hanau, Marburg. Sie sichern und stärken die Arbeit der dortigen Ortsvereine des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF). Die Unterstiftungen werden durch den Vorstand der Dachstiftung vertreten. Dies eröffnet der Stiftung die Möglichkeit, schneller auf veränderten Bedarf der Menschen in sozialen Notlagen zu reagieren.


Die Verwaltungskosten werden vom Bistum Fulda übernommen, so dass 100% der Spenden den Hilfsbedürftigen und Projekten zu Gute kommt.
Die Stiftung und die Ortsvereine des SkF helfen da, wo die Not am dringendsten ist. Sie unterstützen

  • Schwangere, wenn sie in ihrer neuen Situation nicht zu Recht kommen
  • junge Familien, die nach der Geburt nicht allein klar kommen
  • allein Erziehende, die überfordert sind, weil sie die seelische und materielle Existenz ihrer Kinder alleine sichern müssen
  • wenn Gewalt die Familie bedroht
  • Kinder, die von seelischer und körperlicher Verwahrlosung bedroht sind
  • Jugendliche, die ihre Orientierung verlieren
  • psychisch kranke Menschen, die den Anforderungen unserer Gesellschaft nicht gewachsen sind
  • alte Menschen, die im Teufelskreis aus Armut und Einsamkeit gefangen sind

Das Gesamtkapital der Stiftung beläuft sich auf rund 3,1 Millionen Euro. Bisher konnten 80.300 Euro bei individuellen Förderungen und 33.700 Euro bei Projektförderungen als notwendige Hilfe eingesetzt werden. Insgesamt konnte die Stiftung bisher 76 Individual- und 14 Projektförderungen ermöglichen.

Den Ausschlag für die Auszeichnung der Stiftung gab die Unterstiftung SkF Bad Soden-Salmünster, die sich für die Auszeichnung beworben hat. Zu deren Projekten gehören u. a.:
Projekt Mogli- Familienpatenschaften mit geschulten

Ehrenamtlichen und in Kooperation mit dem Caritasverband Main-Kinzig-Kreis, die jährlichen Ferienspiele für Kinder im Grundschulalter (z.T. Kinder von Klientinnen oder Hartz IV Empfänger) auch z.T. mit Ehrenamtlichen, der 14tägig stattfindende „Internationale Frauentreff“ (starke Eltern-starke Kinder) mit Frauen aus den verschiedensten Länder ( Eritrea, Äthiopien, Anatolien/Türkei Russland usw.). Bisher konnte den Frauen z.T. durch ehrenamtliche ReferentInnen Erziehungskompetenz vermittelt werden. Weitere Themen zur Schulkompetenz sowie Ernährung und Gesundheit stehen an. Die Kinder dieser Frauen werden von Ehrenamtlichen betreut. Seit kurzem hat sich eine pensionierte Lehrerin ehrenamtlich bereit erklärt, den Frauen die deutsche Sprache intensiv und abgestimmt auf das vorhandene Wissen zu intensivieren.
Ein Frauenfrühstück ab 60+ findet seit Mai statt. Hierdurch soll bedingt durch den demografischen Wandel der Armut der älteren Frauen an Beziehungen und Kontakten entgegen gewirkt werden.

In einer aktuellen Projektförderung unterstützt die SkF-Stiftung die Kooperation des SkF Hanau mit der Kathinka-Platzhoff-Stiftung und der Stadt Hanau. Bei dem Projekt „Wir stehen dir zur Seite“ begleiten ehrenamtliche Familienpatinnen junge Familien im Alltag. Wenn die familiären oder sozialen Netzwerke fehlen, können aus ganz normalen Schwierigkeiten schnell dauerhafte Probleme entstehen.
Die Stiftung leistet aber auch individuelle Förderungen, beispielsweise übernahm sie für eine allein Erziehende nicht nur die Kosten für einen Umzug und die Brille der Tochter, sondern auch rückständige Mietkosten, als die alleinerziehende Frau ihren Arbeitsplatz verlor und so mit ihrer Tochter in eine finanzielle und soziale Notlage geriet. Durch die Unterstützung der Stiftung konnten Mutter und Tochter den Tiefpunkt ihres Lebens überwinden.